Lexmark hat einen Gewinnrückgang zu verzeichnen. Trotzdem ist der aktuelle Gewinn immer noch ein Rekordgewinn. Statt 72 Millionen Dollar, wie im letzten Berichtszeitraum, wurden aus dem Umsätzen nur 67 Millionen Dollar Gewinn erzielt. Der Rückgang liegt an der gesunkenen Nachfrage für die Tintenstrahler, aus dem Hause Lexmark. Wenn man den Preis für die Lexmark E 120 Patrone ansieht, wird einem klar, dass die Verbraucher nach Alternativen suchen. Die bisherige Politik, günstige Drucker auf den Markt zu werfen, um dann die Gewinne mit den teuren Druckerpatronen einzufahren, läuft nicht mehr ganz so reibungslos. Nahezu jeder hat schon mal versucht, seine Patronen mit Nachfülltinte und Spritze selbst zu befüllen.
Zum einen, weil auch die Mitbewerber ihre Drucker billig abgeben, dann aber nicht so teure Nachfüllpatronen anbieten, zum anderen, weil bei Laserdruckern die Preise deutlich nachgegeben haben. Ebenfalls fällt ins Gewicht, dass man sich beim Patronenwechsel immer noch die Finger verfärben kann. Da kann ein Lexmark Drucker in der Anschaffung noch so günstig sein.
Die Wasserfestigkeit der mit Laser geschriebenen Zeilen, dürfte für viele ein weiteres Argument sein. Feuchte Finger sind für Tintenstrahldrucker immer noch ein Ausschlusskriterium. Und jeder, der schon mal Papiere für eine wirklich entscheidende Konferenz mit feuchten Händen trug, hat sich innerlich sehnlichst einen Laserdrucker gewünscht.
Konzernumbau
Zusätzlich entstanden noch durch den Konzernumbau Kosten, die zwar nur einmalig anfallen, aber trotzdem auf des Ergebnis durchschlagen. Die Konzernzentrale, mit Sitz in Lexington im Bundesstaat Kentucky, wird sich aber sicher etwas einfallen lassen, um das wieder wett zu machen. Es ist ja nicht so, dass Lexmark keine Gewinne, oder gar Verluste gemacht hätte. Natürlich denkt man in der Konzernführung auch über die Streichung von Stellen nach. Aber sicher werden sich dann diese entlassenen Mitarbeiter auch keinen Lexmark Drucker mehr kaufen, oder eine Lexmark E 120 Patrone. Zudem sind 67 Millionen Dollar Gewinn im Quartal eine stolze Summe. Der Hälfte der Amerikaner, welche drei Jobs haben müssen um am Leben zu bleiben, würden solche Zahlen als Quartalsergebnis sicher reichen. Zudem waren es ja auch diese Leute, welche dem Konzern bisher die Gewinne erwirtschaftet haben. Und ob bei einer Armutsquote von mittlerweile 50 Millionen Amerikanern, die Beliebtheit einer erfolgreichen Marke wächst wenn sie Angestellte entlassen, ist fraglich.
Zukunftsaussichten
Lexmark geht es gut. Es ist ein erfolgreiches Unternehmen. Durch Umstrukturierungen, gibt es in fast jedem Unternehmen leichte Gewinnrückgänge. Entscheidend für den Wert des Unternehmens, sind jedoch andere Faktoren. Lexmark ist weltweit bekannt, gut aufgestellt, immer für Innovationen gut und hat Reserven. Die Märkte werden das langfristig honorieren.